Weißköpfiges Fleischschaf 

Beim "Weißkopfschaf" handelt sich um ein hornloses, reinweißes Fleischschaf, das gut an der bewollten Stirn und dem bewollten Gesicht zu erkennen ist. Das Hauptverbreitungsgebiet der in unserer Küstenregion entstandenen Schafrasse ist heute noch Schleswig-Holstein. Durch die starke Bewollung ist es hervoragend an das feuchte und rauhe Klima hier oben angepasst. Es wird jedoch zunehmend von anspruchsvolleren Schafrassen mit höherer Schlachtausbeute verdrängt. Die Rasse steht daher als „gefährdet“ auf der Roten Liste der bedrohten Nutztiere.

Gründe für den Erhalt dieser bedrohten Rasse

„Weißköpfe“ sind anpassungsfähig,  wenig krankheitsanfällig und sehr fruchtbar. Außerdem sind sie, obwohl sie, wie der Name schon sagt, zu den Fleischschafrassen zählen, relativ genügsam. All das sind wichtige Eigenschaften, über die moderne Hochleistungsrasse durch die Überwertung einzelner Eigenschaften wie z. B. schnelles Wachstum, nur noch eingeschränkt verfügen können. Durch den Erhalt der alten Rassen wird ein Genpool gebildet, um diese Eigenschaften wieder einkreuzen zu können.

 

Zurzeit haben wir eine Herde aus ca. 30 Mutterschafen, die uns jeden Tag wieder beweist, dass es DAS Schaf nicht gibt, sondern jedes Schaf ein Individuum ist. Ihre Charaktere sind so unterschiedlich wie die der Menschen. Aber eines haben sie uns alle schon mehr als einmal bewiesen: Schafe sind alles andere als dumm.

 

 

Bretonisches Zwergschaf  (Quessant)

 

 

Das Bretonische Zwergschaf ist eine aus Frankreich stammende Schafrasse und die kleinste Schafrasse der Welt. Was ihnen an Größe fehlt, gleichen sie mit einer riesigen Portion Selbstbewusstsein wieder aus. Man könnte sie als  den "Terrier" unter den Schafen bezeichnen. Daneben sind sie sehr unternehmungslustig und pfiffig.

 

Unsere "Zwerge" helfen uns, Kindern die Schafe näherzubringen und leisten unserem großem Weißkopfbock Gesellschaft, bis er wiederum seinen "Damen" gesellschaftleisten darf.

 

 

 

 

Lucky

 

 

Unser Azubi:

 

Kurt "Kurti" McBrakelmann tritt hoffentlich bald in die Pfotenabdrücke von unserer Smartie. Bis dahin hat er aber noch einige Monate Zeit. Nun heißt es für ihn erstmal die Welt erobern. Es gibt so viel zu entdecken...

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Unvergessen:

Koppelgebrauchshund Smartie

Smartie

Smartie war unser erster Hütehund. 4,5 Jahre lang war die Border Collie-Hündin uns eine große Hilfe bei den Schafen. Sei es, um die Schafe zur täglichen Kontrolle zusammen zu treiben, oder in einer Koppelecke zu halten, damit der Trecker ungestört und ohne Gefahr für die Tiere über die Weide fahren kann. Zuanfang hatte sie es nicht leicht mit den Mutterschafen. Denn auch die Schafe mussten erstmal lernen, was der Hund von ihnen will, wenn er sich nähert. Sie unterscheiden dabei sehr genau, welcher Hund gerade an ihnen vorbei läuft. Aik (s. nächster Absatz) wurde ignoriert, aber vor Smartie wichen sie gehorsam, ohne panisch zu werden.

Es war faszinierend zu sehen, wie das Zusammenspiel Schaf, Hund und Mensch von Tag zu Tag besser wurde. Auch uns hat sie einiges beigebracht.  Wer unserer "Smartie" nach getaner Arbeit in die Augen guckte, sah ein Strahlen, das nur das Hüten ihr geben konnte. 

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Unvergessen: Herdenbelustigungshund Aik

Herdenbelustigungshund

Unser Kleiner Münsterländer-Rüde Aik war zwar bei weitem kein Hütehund, sondern wurde eher von den Schafen verscheucht, dennoch war auch er als Mitarbeiter an den Schafen unverzichtbar:

Leider kommt es gelegentlich vor, dass Lämmer ohne Mutter aufwachsen müssen und daher von uns mit der Milchflasche aufgezogen werden. In diesen Fällen übernahm er vor und nach jeder Fütterung den Part des Abschleckens, der für die Lämmer unheimlich wichtig ist. Außerdem wusste er immer, wann ein Lamm "über den Berg" war: Sobald sein Interesse nachließ, war das Schlimmste überstanden.

 

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Für alle, die noch mehr Rund ums Schaf erfahren möchten:

www.schafzucht-kiel.de --> Homepage des Schafzuchtverbandes

www.schaf-foren.org --> Ein Forum rund um Schafe