Weißköpfiges Fleischschaf 

Beim "Weißkopfschaf" handelt sich um ein hornloses, reinweißes Fleischschaf, das gut an der bewollten Stirn und dem bewollten Gesicht zu erkennen ist. Das Hauptverbreitungsgebiet der in unserer Küstenregion entstandenen Schafrasse ist heute noch Schleswig-Holstein. Durch die starke Bewollung ist es hervoragend an das feuchte und rauhe Klima hier oben angepasst. Es wird jedoch zunehmend von anspruchsvolleren Schafrassen mit höherer Schlachtausbeute verdrängt. Die Rasse steht daher als „gefährdet“ auf der Roten Liste der bedrohten Nutztiere.

Gründe für den Erhalt dieser bedrohten Rasse

„Weißköpfe“ sind anpassungsfähig,  wenig krankheitsanfällig und sehr fruchtbar. Außerdem sind sie, obwohl sie, wie der Name schon sagt, zu den Fleischschafrassen zählen, relativ genügsam. All das sind wichtige Eigenschaften, über die moderne Hochleistungsrasse durch die Überwertung einzelner Eigenschaften wie z. B. schnelles Wachstum, nur noch eingeschränkt verfügen können. Durch den Erhalt der alten Rassen wird ein Genpool gebildet, um diese Eigenschaften wieder einkreuzen zu können.

 

Zurzeit haben wir eine Herde aus ca. 30 Mutterschafen, die uns jeden Tag wieder beweist, dass es DAS Schaf nicht gibt, sondern jedes Schaf ein Individuum ist. Ihre Charaktere sind so unterschiedlich wie die der Menschen. Aber eines haben sie uns alle schon mehr als einmal bewiesen: Schafe sind alles andere als dumm.

 

 

Bretonisches Zwergschaf  (Quessant)

 

 

Das Bretonische Zwergschaf ist eine aus Frankreich stammende Schafrasse und die kleinste Schafrasse der Welt. Was ihnen an Größe fehlt, gleichen sie mit einer riesigen Portion Selbstbewusstsein wieder aus. Man könnte sie als  den "Terrier" unter den Schafen bezeichnen. Daneben sind sie sehr unternehmungslustig und pfiffig.

 

Unsere "Zwerge" helfen uns, Kindern die Schafe näherzubringen und leisten unserem großem Weißkopfbock Gesellschaft, bis er wiederum seinen "Damen" gesellschaftleisten darf.

 

 

 

 

Lucky

 

Unser Multitool mit Zusatzfunktionen


07/2019: In der Zwischenzeit ist Kurt McBrakelmann zu einem unverzichtbaren Helfer herangewachsen. Ein genialer Hund, der schon einen richtig guten Job macht und immer besser wird. 

Er hat mit "seinen" Schafen einen Deal: "Dienst ist Dienst und Schnaps ist Schnaps": Wenn gearbeitet wird, hat alles auf sein Kommando zu hören. Faszinierend, dass kein Schaf, dass einmal im Pferch drin ist, diesen wieder verlässt, auch wenn noch das Gatter offen ist, damit die letzten "Nachzügler" und Witzbolde, die eine Extra-Einladung brauchen, hinein getrieben werden können. Ist das Gatter zu und die Arbeit damit (vorerst) beendet, gehen Schafe und Hund zum gemütlichen Teil des Tages über: Jedes Schaf das möchte, bekommt Ohren, Augen und Nase gepflegt. Bis es dann wieder an die Arbeit geht....

Kurt kennt seine "Pappenheimer" ganz genau und weiß, welches Schaf er genauer im Auge behalten muss und bei wem er nachsichtiger sein kann. 

Auch bei der Aufzucht der Handlämmer unterstütz er uns gerne. 

Tolle Hunde, aber nicht für jeden und niemals ohne Job:

Dennoch kann ich nur warnen: Genie und Wahnsinn liegen bei diesen Hund sehr eng beisammen. Sollen sie doch in der Lage sein, schnell Entscheidungen für sich und die Herde zu treffen. Das macht sie zu intelligenten Schnelldenkern, die aber auch mal falsche Schlüsse ziehen können. Da braucht es schon eine ganze Portion Erfahrung und Fingerspitzengefühl, damit sich keine unerwünschten Verhaltensweisen oder Neurosen einschleichen. Auch wenn Kurt jeden Tag Bewegung und Abwechslung hat und sich auch sehr gut selber beschäftigen kann (auch hier muss man aufpassen, womit ;-) ), ohne regelmäßige Arbeit an den Schafen wird auch er unleidlich. Ein Gleichgewicht zwischen Arbeit und Ruhe ist hier ganz entscheidend. Ruhe ist etwas, dass besonders die Border Collies lernen müssen. Mit Kurt war das einfach. Smartie hat ihm gleich am ersten Abend erzählt, dass im Haus Ruhe zu herrschen hat: Während wir noch überlegten, wie wir den Hooligan ruhig kriegen konnten, hat die alte Dame das für uns kurz, präzise und nachhaltig erledigt. Dafür sind wir ihr fast 3 Jahre später noch immer dankbar.

 

09/2016 Unser Azubi:

 

Kurt "Kurti" McBrakelmann tritt hoffentlich bald in die Pfotenabdrücke von unserer Smartie. Bis dahin hat er aber noch einige Monate Zeit. Nun heißt es für ihn erstmal die Welt erobern. Es gibt so viel zu entdecken...

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Unvergessen:

12/2016 Koppelgebrauchshund Smartie

Smartie

Smartie war unser erster Hütehund. 4,5 Jahre lang war die Border Collie-Hündin uns eine große Hilfe bei den Schafen. Sei es, um die Schafe zur täglichen Kontrolle zusammen zu treiben, oder in einer Koppelecke zu halten, damit der Trecker ungestört und ohne Gefahr für die Tiere über die Weide fahren kann. Zuanfang hatte sie es nicht leicht mit den Mutterschafen. Denn auch die Schafe mussten erstmal lernen, was der Hund von ihnen will, wenn er sich nähert. Sie unterscheiden dabei sehr genau, welcher Hund gerade an ihnen vorbei läuft. Aik (s. nächster Absatz) wurde ignoriert, aber vor Smartie wichen sie gehorsam, ohne panisch zu werden.

Es war faszinierend zu sehen, wie das Zusammenspiel Schaf, Hund und Mensch von Tag zu Tag besser wurde. Auch uns hat sie einiges beigebracht.  Wer unserer "Smartie" nach getaner Arbeit in die Augen guckte, sah ein Strahlen, das nur das Hüten ihr geben konnte. 

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08/2016 Unvergessen: Herdenbelustigungshund Aik

Herdenbelustigungshund

Unser Kleiner Münsterländer-Rüde Aik war zwar bei weitem kein Hütehund, sondern wurde eher von den Schafen verscheucht, dennoch war auch er als Mitarbeiter an den Schafen unverzichtbar:

Leider kommt es gelegentlich vor, dass Lämmer ohne Mutter aufwachsen müssen und daher von uns mit der Milchflasche aufgezogen werden. In diesen Fällen übernahm er vor und nach jeder Fütterung den Part des Abschleckens, der für die Lämmer unheimlich wichtig ist. Außerdem wusste er immer, wann ein Lamm "über den Berg" war: Sobald sein Interesse nachließ, war das Schlimmste überstanden.

 

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Für alle, die noch mehr Rund ums Schaf erfahren möchten:

www.schafzucht-kiel.de --> Homepage des Schafzuchtverbandes

www.schaf-foren.org --> Ein Forum rund um Schafe